Bin ich Mainstream?
Als ich mir heute das Viva-Special über die beste Band der Welt anschaute wurde mir eines schlagartig bewußt: Ich bin nicht der einzige der das jetzt gerade guckt. Ok mag man denken, das ist ja dann irgenwie auch besser so. Aber dann überlegte ich weiter und kam zu dem Schluß, dass ich sicher nicht der einzige bin der ebendieses Special in Levis-Hose, Nike-Gürtel, Dockers-Schuhen, Esprit-Uhr und mit Nokia-Handy in der Tasche und Coca-Cola in der Hand gucke. Ich bin ganz schön markenabhängig glaube ich. Jetzt frage ich mich natürlich: Ist das schlimm? Ist das eine Krankheit? Was kann man dagegen tun?
Ene Lösung wäre einfach nackt rumzulaufen, da ich aber damit wohl niemandem einen Gefallen tue muss eine andere Lösung her, ich muss mich irgendwie individualisieren. Aber wie? Diversifikation ist das Zauberwort. Nur wie wird man als alter Markensüchti wie ich zum Individualisten, wie wird aus einem unbescholtenen Durchschnittsbürger ein Reinhold Messner? Reicht es bei den Grünen einzutreten (ich wähle übrigends CDU – schon wieder der großen Masse hinterher) sich einen Vollbart wachsen zu lassen und als Greenpeace-Aktivist seine Ansichten zu vertreten? Ich weiß es nicht, sagt es mir. Dazu habe ich ja die nette Kommentarfunktion.