Short Story (1)
Diese kleine Geschichte entstand Freitag auf der Abiparty, als während meiner Schicht so wenig Andrang herrschte, dass noch Zeit für philosophische Ergüsse blieb. Es gibt noch zwei weitere Kurzgeschichten, aber da befinde ich mich noch in Verhandlungen über die Nutzungsrechte. Also zuerst viel Spaß mit dieser, sie trägt den schönen Titel „Gepetto“.
Es war einmal ein kleiner Strolch, der immer nur Birnen essen wollte. Doch Birnen waren rar und der Strolch, er hieß Luigi, war arm. Luigi mochte aber auch Bananen gern, die zwar selten, aber auf Grund der geringen Nachfrage – Bananen enthalten nicht so viele gute Sachen – trotzdem billig waren.
So aß Luigi immer Bananen, bis er selbst zur Banane wurde. Das fanden seine Eltern nicht so gut, denn er musste nun auf eine sehr teure Banenschule gehen. Dort lernte man Sachen wie immer ins Licht zu wachsen, weshalb sich an der Stärke der Krümmung einer Banane ihre Schulbildung ablesen lässt, je krümmer desto besser die Schule. Da Luigi aber nach wir vor von seinem gesparten Geld ab und an eine Birne kaufte und aß, war er ein rechtes Pummelchen, ins Birnenförmige tendierend. Wie Dr. Helmut Kohl in etwa, bei dem dir Form aber an einen, wie der Name schon sagt, Kohl angelegt ist und nicht an eine Birne.
Seine Birnenform machte Luigi zum Ziel von Häme und Spott und er musste in der Staude immer ganz oben hängen, wo die Vögel koten.
Der Vogelkot hatte wundersame Wirkung auf Banalu, wie Luigi nun abschätzig genannt wurde. Der aggressive Kot zerfraß die grüne (Luigi war noch jung, so vier Monate) Schale und darunter kam eine wundervolle Birne zum Vorschein. Sie flog auf und davon und all die Bananen, die zuvor noch gelästert hatten, schauten Luigi erfürchtig hinterher.
So lernen wir, dass billiges Essen und Scheiße auf dem Kopf nichts schlechtes sein müssen.