Selbst ist der Mann
Ich war heute im Baumarkt. Der ist an sich schon eine Reise wert, denn bekanntlich gibt es für einen Mann nichts schöneres als Kanthölzer und Dachlatten wohin das Auge blickt. Frauen dagegen wirken da oft deplatziert und blockieren Kundenberater mit sinnfreien Fragen nach verschiedenen Farben oder so. Wie dem auch sei, so großes hatte ich gar nicht vor, daher habe ich die Kantholzabteilung nur gestreift – „nur mal gucken“, eigentlich zog es mich in Richtung Elektronik, weil ich endlich den Türöffner mal verkabeln wollte. Also einen schönen Schalter gekauft und nix wie nach Hause mit dem neu erworbenen Kleinod. Schnell noch Verpackung und Bedienungsanleitung in den Müll geschmissen und los geht’s mit der Bastelei. Ein Türöffner kann ja so kompliziert nicht sein, dass mach ich mit Links, denk ich noch bei mir. So ganz einfach war es dann aber doch nicht, was schließlich darin endete, dass die Tür immer geöffnet war (nur Mädchen machen vorher die Sicherung raus), es sei denn, man drückt auf den Taster (genau genommen habe ich nämlich keinen Schalter gekauft, sondern eine All-in-one-Lösung, bei der man jederzeit von Schalter- auf Tasterbetrieb wechseln kann; ein tolles Teil). Nach einer geschickten Neuverkabelung habe ich jetzt aber tatsächlich einen funktionierenden Summer und bin stolz wie Oskar. Es bleibt dabei, nichts macht glücklicher als selbst Gemachtes.