Nicht viel zu sagen
Der ein oder andere mag sich fragen, warum hier in letzter Zeit so wenige Beiträge erscheinen, während das Zentrum täglich gleich mehrere erhält und selbst der Ali mich in letzter Zeit in Sachen Aktualität locker toppt. Wie ihr wisst, wohne ich jetzt seit recht genau zwei Monaten in Münster und leiste hier meinen Zivildienst ab. Der ist keineswegs so langweilig, dass ich nichts darüber zu schreiben hätte, ich darf es nur nicht. Die ärztliche Schweigepflicht trifft nämlich nicht nur Ärzte, sondern genau so auch jeden anderen Mitarbeiter des Krankenhauses, bis runter zum kleinsten Licht – mir. Die Dinge, über die ich trotz Schweigepflicht schreiben dürfte, gelten dann zum Teil noch als „Betriebsgeheimnis“ und was dann noch überbleibt, erlebt ihr eh jeden morgen selber: Kaffee kochen.
Nun ist Münster auch sonst eine schöne Stadt, aber was soll man viel dazu schreiben, außer dass es sich hier gut lebt? Vielleicht, dass es in der Nähe des Bahnhofs einen Laden gibt, der nichts anderes als Weingummi verkauft. Leckeres Weingummi. Wenn man mal vorbei kommt, nicht achtlos vorbeigehen, sondern rein schauen. Selbst wenn man nichts kaufen möchte: Ein kleines Appetithäppchen bekommt man von der netten Verkäuferin sogar umsonst. Etwas weiter findet sich auch ein Subway und direkt gegenüber „Elpi“, ein Plattenladen. Und zwar einen richtigen, der noch LPs verkauft und die Sammlerausgaben von CDs hat, mit Pappcover und was es sonst so gibt. Lohnt sich auch.
Zum Wohnen selbst lässt sich sagen, dass ich inzwischen ganz gut zurecht komme. Alle Anträge sind durch, ich bin umgemeldet, meine Wohnung wird bezahlt und sogar Wasch- und Spülmaschine habe ich inzwischen im Griff. Man könnte sagen, ich habe mich ganz gut eingelebt. Lediglich das alleine-Wohnen geht einem nach acht Wochen langsam, aber sicher auf den Senkel. Zwar kommt Vicky ab und an mal vorbei, am Wochenende geht’s nach Hause und während der Arbeit treffe ich die anderen Zivis, mit denen auch abends mal losgehen kann, aber es fehlt doch ein bisschen Leben im Haus – zumal hier in der Nachbarschaft nicht gerade viel los ist. Aber das Problem wird sich ja in kürzester Zeit lösen, wenn die Herren Kotschate und Rathmer einziehen, letzterer hat ganz ungalant unsere Bäckerin verdrängt und ist sozusagen im letzen Moment noch zu uns gestoßen. In Sachen Reinlichkeit dürfte er aber einem Mädel in nichts nachstehen und in Sachen Trinkfestigkeit sogar einiges mehr leisten. Man darf also gespannt sein.
In other news: Das Projekt Zooführer ist noch nicht tot, wir suchen noch ein geeignetes System, um ihn ins Internet zu stellen. Wer da was weiß, darf sich gerne mailen. Wir brauchen im Gunde ein schlichtes, anpassbares CMS, Wiki oder etwas in der Art. Gerne in ASP.NET oder PHP.
Zugphilosophen
Neulich im Zug von Münster nach Coesfeld fuhr mit mir ein älteres Ehepaar. Die beiden stiegen in Münster mit mir zusammen ein, setzten sich einander gegenüber in ein Abteil und schwiegen sich eine gute halbe Stunde einander an. Dann, irgendwo zwischen Billerbeck und Lutum sagt sie zu ihm
Bei Karstadt kannst jetzt auch eine Kundenkarte kriegen.
Darauf er:
Hmm
Danach wechselten sie die restliche Viertelstunde kein Wort mehr und stiegen in Coesfeld aus, wieder ohne etwas zu sagen.
Bild dir deine Meinung
Weil der Sommer länger hält als manch einer vermutet hätte und ich doch so gerne Eis esse, war ich heute nachmittag beim schönen Wetter mit Vicky in der Eisdiele. Bis hier der wohl belangloseste Post im ganzen Blog. Ich hätt‘ ja auch nichts dazu geschrieben, wenn das Eiscafé San Remo in Südlohn-Oeding nicht so ganz eigene Vorstellungen von Kundenservice hätte.
Auf der Karte war nämlich ein riesig großer Vierjahreszeiten-Becher für ~9€, der mich unwiderstehlich anlächelte. Also schnell bestellt und dann rein damit – denkste! „Gibt es Sonntags nicht, wenn so viel los ist“ war die lapidare Antwort der Kellnerin. Das kann man vielleicht bei 30° im Hochsommer verstehen, wenn jeder Tisch besetzt ist, aber nicht, wenn nur gut die Hälfte aller Plätze belegt sind. Wenn man die Dinge, die man auf der Karte stehen hat, gar nicht verkauft, dann sollte man sie auch nicht draufschreiben und damit werben. Kein Restaurant käme auf die Idee, am Wochenende keine Steaks zu verkaufen und keine Kneipe wird am Wochenende lediglich Bier ausschenken.
Wenn am Sonntag mal jemand sowas bestellt, dann muss man wohl einfach damit leben, dass das etwas länger dauert und man daher vielleicht weniger verdient, als wenn man nur viele etwas billigere aber wesentlich schneller zuzubereitende Becher verkaufen würde, das gehört m.E. zum Geschäft.
So war ich also recht enttäuscht vom Besuch in der Eisdiele, stieg ins Auto und sehe gerade noch aus den Augenwinkeln ein wahres prachtstück auf dem Parkplatz neben mir: Ein grüner Opel mit gleich zwei Bild-Aufklebern! „Stoppt die Schlechtschreibreform“ und „PKW-Maut, Ökosteuer, Benzinpreis – Ich hab die Schnauze voll“; daneben noch eine Deutschland/EU-Flagge, ein „Ein Herz für Tiere“-Aufkleber und das Glaubensbekenntnis zum Lieblingsclub. Sowas sieht man nicht alle Tage. Außer hier:
Wer hat den Schnellsten?
Gerade eben hat Arcor offensichtlich den Telefonanschluss umgestellt, nach dem ich einen Monat mit DSL 1000 und Volumentarif (was ich nicht mal wusste -> 90€ Telefonrechnung) durch die Gegend gekrückt bin, sieht das hier doch schon ganz anders aus:
iCandy
Das ist das neue iTunes 7, dass es seit heute zum Download gibt, jetzt mit sehr schönen Cover-Ansichten und dem neuen iTunes Store (ohne das „Music“), der jetzt auch Filme (vorerst nur von Disney und Co.) verkauft. Die Cover sucht und spichert iTunes auf Wunsch automatisch; dass das bei den Kassierern und der Mediengruppe Telekommander (die mit dem Shirt) scheitert sei verziehen. Das ganze Programm als solches hat auch ein etwas abgeändertes Design spendiert bekommen und die Note im Logo ist nun blau statt grün.
War sonst noch was? Ach ja, neue iPods gibt es. Und zwar gleich alle: Der iPod shuffle sieht jetzt komplett anders aus, der nano ähnelt mehr dem mini und den neuen iPod gibt es mit 30 und 80GB, beide mit 60% hellerem Display im Vergleich zum Vorgänger. Das 30GB-Modell wurde außerdem um 50$ im Preis gesenkt.
Quote of the day, 11.09.06
„Natascha Kampusch? Ist das nicht die, die fordert, daß mehr Frauen zu Hause bleiben sollen?“
Titanic | Das endgültige Satiremagazin | Online
Da gibt es jetzt auch das Goebbels-Plakat als Hintergrundbild.
Windows Vista RC1
Seit einigen Tagen darf man sich als Teilnehmer an Microsofts Customer Preview Programm das neue Windows Vista, Release Candidate 1 herunterladen. Den Unterschied zu den vorherigen Releases erkennt man schon am Namen: Es ist keine Beta-Version mehr. Da ich damals einer der der glücklichen war, die die Beta ausprobieren durften, und ich meinen CD-Key nicht verlegt habe, durfte ich mich also das gut vier Gigabyte große DVD-Image bei Microsoft herunterladen, brennen und dann Vista installieren. Die Installation verlief einfach und reibungslos. Die DVD ist zwar auch bootfähig, ich habe mich aber zum Setup aus Windows XP heraus entschlossen. Dadurch bietet sich dann auch gleich die Möglichkeit, das XP-System upzudaten, was mir dann aber doch zu riskant war. Stattdessen musste meine Linux-Partition für die Installation herhalten – Adieu Suse, Aloha Vista!
Was nach der Installation gleich auffällt: Microsoft war großzügig – ein frisches Windows Vista Ultimate grinst einem entgegen, dem Spieltrieb sind also keine Grenzen gesetzt. Die nach der Installation folgende Einrichtung ist simpel und sinnvoll. Zunächst legt man einen Benutzer an (ist also nicht mehr standardmäßig Administrator), wählt sein Bildchen, Hintergrund, Zeitzone und wo der PC steht (Zuhause, Arbeitsplatz, Öffentlicher Bereich). Letzteres dienst Vista zur automatischen Netzwerkkonfiguration, ich nehme mal an, dass vor allem die Firewall-Einstellungen davon betroffen sind. Nach der Auswahl „Zuhause“ folgt kein weiteres Fenster mehr, daher kann ich da nicht viel sagen.
Nach abgeschlossener Installation darf man sich erstmal in aller Ruhe umsehen. Meine gesamte Hardware hat Vista automatisch erkannt, für Modem und Soundkarte automatisch aktuellere Treiber geladen und installiert und nun kann ich loslegen. Was sofort auffällt, ist die Geschwindigkeit. Während die Beta 2 noch ächzte und krächzte und für jedes neu geöffnete Fenster genüßlich eine Minute lud, ist der RC1 im Grunde nicht langsamer als mein XP SP2. Mein Laptop versagt beim Grafiktest leider kläglich, daher bekomme ich keine Glass-Effekte und Co., sondern muss mich mit dem schlichten neuen Design abgeben. Das bietet allerdings auch schon einige praktische Neuerungen, die man am Besten auf den Screenshots weiter unten erkennen kann. Für Ordner voller Bilder bietet Vista es an, die Dateinamen auszublenden und die Symbole riesengroß zu machen, so dass man das gesuchte Bild wesentlich schneller findet als noch unter XP. Die Größe der Icons ist dabei stufenlos regelbar, was nicht heißt, dass man auf Voreinstellungen verzichen müsste. Für jeden Ordnertyp ist etwas sinnvolles dabei, von der klassischen Liste über die XP-Kacheln bis zu den großen Vorschau-Bildern.
Apropos Bilder: Das neue Windows ist schon sehr auf Multimedia ausgerichtet. So gibt es gleich drei Programme und Bilder zu betrachten: Die bekannte Vorschau (allerdings in neuem Design), die Windows-Fotogalerie (eine Art iPhoto) und den Windows Media Center (WMC). Der WMC war bei Windows XP noch ein eigenes Betriebssystem (die Media Center Edition), beim jüngsten Spross ist es nur noch ein Programm. Einmal gestartet, bietet sich eine ähnliche Oberfläche wie von der MCE bekannt, allerding mit noch mehr Optionen, die ich auf meinem schwächelnden Laptop leider gar nicht alle nutzen kann. Entsprechende Hardware vorausgesetzt kann man auf jeden Fall Radio hören, TV gucken, aufnehmen, abspielen, DVDs und Filme sehen (auch On Demand übers Netz), MP3s und Musik-CDs hören und letztere auch rippen. Dazu gibt es Visualisierungen, Anbindungen an Online-Foto-Services und allerlei mehr. Das ganze kann man dann auch über einen „Media Extender“ laufen lassen. Die Xbox 360 ist zum Beispiel so ein Extender, das werde ich dann in Münster mal ausprobieren, die sollte mehr als genug Leistung für Visualisierung und Co. mitbringen. Das ganze sieht sehr nett aus, falls es auf der Xbox laufen sollte, werde ich dem noch mal einen gesonderten Beitrag widmen, auf meinem Laptop ist es, wie bereits gesagt, nicht zu gebrauchen.
Doch auch ohne Media Center gibt es was für die Augen bzw. Ohren, denn der neue Windows Media Player 11 ist auch schon mit an Bord. Der hat im Gegensatz zum Vorgänger ein rundum erneuertes Design, spielt aber immer noch Musik, Videos und Bilder (damit hätten wir schon vier Programme dafür). Im Gegensatz zum Vorgänger scheint der sogar schneller geworden zu sein und mehr Codecs zu können. Wer aber Videos in obskuren Formaten sehen möchte, kommt wohl nach wie vor nicht um den VLC Player herum. Womit wir bei der Anwendungskompatibilität wären.
Die Windows Vista Beta 2 tat sich nicht gerade dadurc hervor, dass man seine lieb gewordenen Programme einfach weiter hätte verwenden können, selbst Trillian lief nur als Administrator und nachdem man drei Sicherheitsmeldungen weggeklickt hatte. Inzwischen darf man fast alles als User starten und auch die in der Beta noch omnipräsenten Sicherheitsabfragen sind etwas weniger und vor allem komfortabler geworden. So gibt es jetzt die Möglichkeit, die Ausführung eines Programmes einmal und für alle Zeit zuzulassen, anstatt jedes Mal von neuem durch den lustigen Fenterreigen zu manövrieren. Die neueste Version der Office 12 Beta soll wohl auch unter Vista laufen, die habe ich aber nicht, weil ich nicht gewillt bin, 1,50€ für einen Download zu zahlen (wenn jemand da einen Bittorrent-Link oder gar eine fertige DVD hätte – immer her damit. Angemeldet bin ich bereits). Ansonsten läuft alles recht problemlos, sogar mein downloadr, der unter Beta 2 noch den Dienst verweigerte, läuft jetzt problemlos – dank .NET sogar automatisch im neuen Design.
Was lässt sich abschließend sagen? Dass Windows Vista seit der letzten Beta auf jeden Fall deutlich gereift ist und für mich bereits jetzt eine Alternative zu XP darstellt. Ich überlege bereits, dabei zu bleiben und meine alten Daten rüberzuziehen. Der Langzeittest wird zeigen, ob die Geschwindigkeit tatsächlich so gut ist wie es der erste Blick vermuten lässt (sprich: ob es auch im gleichen Zumüllungsfaktor wie XP noch angenehm läuft) und ob der Media Center über Xbox funktioniert und was taugt. Über Vista wird es bald sicher noch einen Post geben, denn vieles habe ich jetzt aus Platzgründen einfach weg gelassen, z.B. die Sidebar samt Widgets, die neue Suchfunktion, die neue Systemsteuerung und vieles mehr. Ach und zum Schluss noch der Downloadlink, hier. Aber vorsicht, wer nicht im CPP ist, kann damit nichts anfangen (glaube ich).
Noch viel vor
Wenn es denn mit dem angedachten Zooführer wirklich was werden soll, dann sind noch einige Zoos und Tierparks zu besuchen, wie Google Eath zeigt. Wer meldet sich freiwillig, den ein oder anderen zu besuchen, Fotos zu machen und einen Bericht zu schreiben?
Wenn es was wird mit dem Bloggertreffen im großen Kreis, dann findet sich da ja vielleicht noch der ein oder andere Co-Autor und Hobbyfotograf für ein umfassendes Nachschlagewerk der deutschen Tierhäuser. Der Gedanke gefällt mir auf jeden Fall inzwischen immer besser, auch wenn es Anfangs eine reine Schnapsidee war. Ich würde auf jeden Fall Münster, Arnheim und/oder Rheine übernehmen können, aber erstmal müsste man sich da auf ein Format einigen (Blog, Wiki oder vielleicht sogar E-Book als PDF zum Ausdrucken?) und vielleicht so ein Grunddesign festlegen.
Anschließend könnte jeder wann immer er (oder sie) Zeit und Muße hat einen Bericht schreiben und mit ein oder zwei Fotos garnieren - sämtliche Fotos immer mit reinzupacken halte ich für sinnlos, man kann ja den Flickr-Link angeben.
Schlußendlich würde ich mich dann sogar bereit erklären, Webspace dafür bereit zu stellen und mich um den technischen Kram zu kümmern, so viel ist das ja nicht.
Also, wer ist dabei?
Überwachung
Wie man ja schon an den Google Analytics-Karten und performancing-Statistiken, die ich hier ab und an mal poste, sieht, lasse ich ausfürhlich Buch führen über alles, was auf meiner kleinen Seite so vorfällt. Im Falle des linkr tue ich das sogar selber, sozusagen von Berufs wegen, weil ich ja versuche, möglichst alle XML-Respones von flickr zu cachen, damit die Seite dann schneller lädt, wenn das gleiche Bild erneut angefordert wird. Ein netter Nebeneffekt davon ist die linkr cache gallery, die sämtliche (!) bislang mit besagtem Tool verlinkte (oder auch nur angesehene) Bilder entählt. Sind erstaunlich viele (über 700), scheint also ganz gut anzukommen. Leider folgt die Bildansicht keiner nachvollziehbaren Sortierung, aber hübsch anzusehen ist das ganze trotzdem. Screenshots gibt’s nicht, selber klicken!
Von wegen Wiedervereinigung
Bitte einmal auf das Bild klicken für besseren Überblick. Bin ich zufällig beim Stöbern in Google Analytics drüber gestolpert: Ein Besucher aus „West Berlin“ – in den USA! Bevor sich jemand wundert, warum nur so wenige Punkte auf der Karte sind: Diese Karte ist die vom linkr, die vom Blog sieht im Moment so aus (für diesen Monat):
Was mir beim Posten der Bilder gerade auffällt ist, dass der Windows Live Writer auch problemlos mit PNGs zrecht kommt, obwohl er standardmäßig nur JPG- und GIF-Dateien anzeigt.













