Ein Foto
Mit der Idee, mir ein Stativ zu kaufen, hatte ich schon lange immer mal wieder gespielt, allerdings sind selbst Einsteigermodelle relativ teuer und allzu häufig braucht man so ein Ding dann ja auch nicht. Jetzt habe ich aber spontan zugeschlagen, als es bei Lidl eins für 12€ gab. Für zwölf Euro kann das Teil natürlich keine hohen Erwartungen befriedigen, aber da ich mir ein teureres eh nie kaufen würde (zumindest mittelfristig nicht), habe ich es auf den Versuch ankommen lassen.
Und was soll man sagen? Es ist ziemlich genau so, wie erwartet. Wenn man alle Beine so weit wie möglich abspreizt, wie man das auf ebener Fläche für gewöhnlich tut, hängt die Kamera recht windschief oben drauf und die „bis zu 1,40m“ auf der Verpackung sind zwar nicht gelogen, erwecken aber den Anschein, es gäbe auch Einstellungen zwischen „so kurz wie möglich“ und „voll ausgezogen“. Da man aber statt auf Arretierschrauben auf eine Art Regenschirmverschluss gesetzt hat, kann man die Stangen nur entweder voll ausziehen, oder halt ganz drin lassen.
Komplett eingefahren ist das Teil durchaus zu gebrauchen, die Neigung kann man leicht korrigieren und das ganze macht dann auch einen recht stabilen Eindruck. Ausgezogen allerdings wirkt das ganze Ding reichlich wackelig – auch wenn es bislang noch hält. Positiv sei bemerkt, dass die Beine trotz der nicht vorhandenen Schrauben auch unter meiner 300d samt 70-210 USM nicht nachgeben, obwohl das Stativ dem Anschein nach für deutlich kleinere Kameras ausgelegt zu sein scheint.
Wie dem auch sei, dank dem Teil kann ich nun endlich auch Langzeitbelichtungen machen und hier ist mein erster Versuch. Für einen ersten recht gelungen, finde ich. Zwar ist es (in der Größe nicht unbedingt zu sehen) ziemlich unscharf, aber bei 30 Sekunden Belichtung ist eine feingliedrige Blume auch bei Windstille nicht das dankbarste Motiv. Demnächst werde ich es mal an der Berkel versuchen, Wasser sieht lange Belichtet auch immer edel aus.
