Jan-Gerds Blog Homöopathische Fachklinik für Doofe

24Okt/092

StudiVZ Plauderkasten in Adium (oder Digsby, Trillian, etc.) nutzen

Eines der besten Features von Facebook ist die offene Plattform: Man kann den Facebook-Chat mit fast jedem beliebigen Multi-Messenger der Welt nutzen, ohne ständig auf der Facebook-Seite sein zu müssen. Mit dem StudiVZ-Plauderkasten verhält es sich leider etwas anders: Den kann man nur über die Internetseite oder den ansonsten vollkommen unbekannten Messenger Nimbuzz nutzen, zumindest eigentlich.

Es gibt aber einen Weg, den Plauderkasten in jedem Chatprogramm zu nutzen. Einzige Voraussetzung: Es muss sich auf das Jabber-Protokoll verstehen. Das Protokoll ist kaum bekannt, werkelt aber zum Beispiel auch hinter GTalk von Google. Nun zur Einrichtung:

  1. Zunächst bei Nimbuzz registrieren, das geht hier.
  2. Dann bei Nimbuzz einloggen und in der Flash-Version des Programms auf Kontakte verwalten/Communities klicken und hier StudiVZ aktivieren. Dafür wird einmalig das VZ-Passwort gebraucht. Wenn alles geklappt hat kann Nimbuzz jetzt für immer geschlossen werden.
  3. Im Messenger der Wahl eine neue Jabber-Verbindung mit folgenden Daten anlegen:
    • Nutzer: NimbuzzBenutzerName@nimbuzz.com
    • Passwort: Dein Nimbuzz-Passwort
    • Server: snow.nimbuzz.com
    • Port: 5222
  4. Das war’s! Ab sofort erscheinen auch die StudiVZ-Kontakte in der Kontaktliste und verhalten sich genau so wie ihre ICQ-, MSN- oder Facebook-Pendants.
23Okt/091

Schall und Rauch

Die Uni Münster hat sich zu diesem Semester entschlossen, all ihre Hörsäle neu und einheitlich zu benennen. So weit, so gut. Nun gibt es an der Uni laut Lageplan nicht einmal 100 Hörsäle, was also liegt näher, als einfach von H1 bis H100 durchzuzählen?

Offenbar einiges: Die vorherigen beiden Räume H 4 (In der Corrensstraße und am Hindenburgplatz) hatte man offenbar so gern, dass sie auch nach dem neuen Schema immer noch beide H4 heißen, andere Säle bekommen seltsamerweise und ohne Not hohe dreistellige Nummern zugewiesen: Der alte C 1 hört jetzt auf H125 – an der Etage kann es nicht liegen, der Raum liegt im Keller der Chemie. Getoppt wird er aber locker vom alten SCH 6, der sich jetzt stolz H600 nennen darf. Beim guten HS 404 der Teilchenphysik, der tatsächlich auch der vierte Raum im vierten Stock ist, wusste man es besser: Er heißt jetzt einfach H404, musste also nur ein S und ein Leerzeichen abgeben.

Der altehrwürdige H 1 darf immerhin einstellig bleiben, wird aber nicht etwa zum H9 – nein, hier wird mit einer 0 zu H09 aufgefüllt (allerdings nicht auf die drei Stellen manch anderer Lokalitäten). Die wirklich wunderschöne Aula am Aasee bekommt mit dem Namen H2 eine etwas exponierte Stellung, auf die füllende Null muss sie aber wie alle anderen, bis auf den o.g. H09 und den H018, der einst „Kurs- und Hörsaal“ hieß, verzichten. Eine weitere Absurdität stellt der alte HS 3 im IG1 dar, der nun als einziger einen zweiten Buchstaben im Namen führt und auf H88a hört, während der HS 1 nun H188 und der HS 2 H187 (und nicht etwa umgekehrt) heißen.

Wem all das noch nicht inkonsistent genug ist: Der SP 4 am Schlossplatz wird nicht etwa zum H4 (davon gibt es ja auch schon zwei), nein: Sein neuer Name ist PC4, kein H in Sicht. Das verstehe, wer will.

Zu guter letzt scheint es doch noch eine Bastion der Sinnhaftigkeit an der Uni zu geben und zwar da wo man sie immer schon vermutet hat: Die Fakultät für Mathematik und Informatik zählt ihre Hörsäle nach wie vor ebenso einfach wie naheliegend von M 1 bis M 6 durch. Ob man sich ob der simplen Eleganz dieser Lösung nicht an eine Änderung gewagt hat?

7Okt/090

Oscillate Wildly (CD-Tipp)

Wenn es eine Band gibt die einen Song namens „Oscillate Wildly“ geschrieben hat und wenn diese dann auch noch von Blur als deren großes Vorbild bezeichnet wird, dann kann mir das nicht ewig verborgen bleiben. Die Smiths waren (sie haben sich leider schon 1987 aufgelöst) eine solche Band, wurden vom NME zu den einflussreichsten Musikern aller Zeit gewählt und es gibt ein fantastisches Best Of-Doppelalbum von ihnen mit dem Namen The Sound Of The Smiths.

The Sound Of The Smiths

Die CDs sind voller toller Stücke mit wunderbar absurden Titeln von Girlfriend In A Coma („I know, I know, it’s serious“) über Shoplifters Of The World Unite („unite and take over“) und Half A Person („16, clumsy and shy, that’s the story of my life“) zu What Difference Does It Make („So what difference does it make? It makes none, but now you have gone. And you must be looking very old tonight“).

Die Smiths gelten heute als Miterfinder des Indie-Rocks, klingen ein bisschen wie Pulp (bzw. umgekehrt) und haben doch einen ganz eigenen, mithin melancholischen, aber auch humorigen, Stil. Unbedingt anhören!

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2Okt/090

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Jan-Gerd Tenberge
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