Als Informatiker werde ich in letzter Zeit häufiger gefragt, ob ich denn auch die Piratenpartei wähle. Tue ich nicht, aber ich habe trotzdem für ihren Wahlkampf gespendet. Es erscheint vielleicht etwas merkwürdig, eine Partei zu unterstützen, dann aber eine andere (und auch noch den politischen Gegner) zu wählen. Der Grund dafür ist ein einfacher: Ich habe nur eine (relevante) Stimme und die möchte ich nicht allein auf Datenschutz und Persönlichkeitsrechte verwenden. Ich bin gegen Zensur im Internet und ein Freund von open access, aber am Ende sind das nicht die Themen die mir die wichtigsten sind. Bildung, Wirtschaft und Arbeit sind meines Erachtens noch immer die Themen, die die Zukunft dieses Landes weitaus stärker prägen werden und zu denen die Piratenpartei entweder gar keine Meinung hat oder zumindest meine Meinung nicht teilt. Die Piraten lehnen beispielsweise die Studiengebühren, die ich für eine (zumindest in NRW) gute Sache halte, strikt ab. Ein Bildungssystem in dem Universitäten auch das Geld haben ihrem (…)
Vor einigen Tagen ist der erste Kinofilm vom Yann Arthus-Bertrand weltweit gestartet. Der gute Mann hat sich zuvor schon mit fantastischen Bildbänden einen Namen gemacht und nun erstmals eine Art „Die Erde von oben als Video“ herausgebracht. Das besondere dabei: Der Film startet zeitglich im Kino, auf DVD und im Internet. Auf Youtube kann man ihn kostenlos und in HD-Qualität ansehen. Das ganze Projekt ist gesellschaftskritisch ausgelegt und zeigt in atemberaubenden Bildern die Auswirkungen des Klimawandels auf den Planeten. Anschauen wird auf jeden Fall dringend empfohlen; Teilung der im Film vermittelten fast schon pre-apokalyptischen Zukunftsprognose für die Erde ist sicherlich jedermanns eigene Sache.
Gerade auf Spiegel Online im Artikel über die neue Einigung im EU-Verfassungsvertragsprozess gelesen: Vor allem Polen, Tschechien und die Slowakei stellten sich hinter Polen. „Help yourself and god may help you“ sagen die Amerikaner. Es scheint funktioniert zu haben.
Auf eine sehr schöne Seite bin ich gerade bei Spiegel Online gestoßen: worldmapper.org. Hier gibt es – wer hätte es gedacht? – allerlei Karten der Welt, in der die Länder nach immer anderen Kriterien vergrößert oder verkleinert dargestellt werden. Da gibt es dann zum Beispiel die Karte der HIV-Infizierten als Anteil an der Gesamtbevölkerung: Oder die der Säuglingssterblichkeit: Natürlich gibt es auch Karten, auf denen Deutschland zu sehen ist. Z. B. die der Arbeitslosigkeit. Hier muss man allerdings fairerweise sagen, dass Afrika und Asien hier nur deshalb so klein sind, weil es keine Daten über die dortigen Quoten gibt: Eine interessante Seite also, reinschauen lohnt sich. Man kann die Karten wahlweise nach Kategorien oder nach Thumbnails durchblättern und eine Suche gibt es sogar auch. Sicher auch geeignet, den ein oder anderen PowerPoint-Vortrag aufzupeppen.
Vierjähriger der sexuellen Belästigung beschuldigt Ein Vierjähriger wurde im US-Bundesstaat Texas der sexuellen Belästigung beschuldigt, weil er eine Frau umarmt und dabei deren Brüste berührt hat. Der Junge wurde von der Vorschule suspendiert. Texas: Vierjähriger der sexuellen Belästigung beschuldigt – Panorama – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten
Auf Spiegel Online gibt es einen Artikel über die Linkspartei, PDS und WASG. Es geht darum, ob die beiden zusammen eine Fraktion im Bundestag stellen dürfen, obwohl sie in Berlin gegeneinander antreten. Das ist jetzt nicht allzu spannend, aber der Redakteur hat einen schönen Bildausschnitt zur Illustration gewählt. Ob er uns damit irgendetwas sagen möchte?
Es ist soweit! Meine kleine Webseite ist in China zensiert worden. Wer es nicht glaubt, der suche bei yahoo.de, yahoo.com oder sonst einer Yahoo-Seite nach „Jan-Gerd Tenberge“ und versuche das ganze dann noch einmal auf yahoo.com.cn. Ergebnis: Überall steht die Seite hier ganz weit oben. Nicht verwunderlich, immerhin gibt es nicht allzuviele Jan-Gerds und auch die Tenberges sind eine aussterbende Art. Auf der chinesichen Seite findet man aber nicht ein einziges Suchergebnis, nichtmal Seiten, auf denen mein Name nur vorkommt. Ich muss also so eine Art Feind der Republik oder sowas sein. Wenn das mal nicht die ultimative Bestätigung ist, ein echter Demokrat und Vertreter abendländischer Werte zu sein. Ein echte Grund Stolz zu sein also und in seiner Bestätigung des Geleisteten auch ein Auftrag für die Zukunft. Dann also frisch ans Werk. Genaugenommen weiß ich schon etwas länger von der Zensur, daher auch der neue Untertitel, aber ich wollte erst nicht darüber schreiben, weil sich das im Beruf mal (…)