Storm und Drang
In einer äußerst unwahrscheinlichen Fügung des Schicksals schreibt eines meiner größten Idole, Wettermann Jörg Kachelmann, auf einer meiner Lieblingsinternetseiten, bildblog.de, einen Gastbeitrag über die englische Sprache – und der ist auch noch lesenswert. So viel Zufall muss entlohnt, bzw. mit einem eigenen Artikel ausreichend gewürdigt werden. Dieses ist hiermit geschehen. Die seltsame Verquickung des Medienblogs mit dem thematisch eigentlich völlig fremden Kachelmann über ein Thema, das wiederum zu beiden zunächst nicht zu passen scheint erinnert mich dabei an diesen sehr guten Spiegel Online-Artikel (inzwischen ausgelagert zu Spiegel Wissen) einer Philosophiestudentin über die Pornografisierung (welch ein Wort, und wie viel schöner wäre es mit ph) der Gesellschaft aus 2005.
Zeitig Googlen
Gerade habe ich über ein interessantes verstecktes Google-Feature gelesen: Die zeitlich eingeschränkte Suche. Sucht man bei Google nach einem beliebigen Begriff so erhält man standardmäßig die (nach Googles Meinung) am besten dazu passenden Seiten aller Zeiten. Möchte man aber nur Seiten sehen, die am letzten Tag, in der letzten Woche, dem letzten Monat etc. entstanden sind, so hängt man einfach ein &as_qdr=d an die Adresse an. Hier ist ein Beispiel und so sieht es aus:
Hart
Ausschnitt aus StGB § 328:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
Da hätte ich ehrlich gesagt mehr erwartet.
Selbstbestimmung in Firefox
Auch wenn einem dank AdBlock die meisten nervigen PopUps und Werbeeinblendungen erspart bleiben, eine Sacher nervt auf Dauer gewaltig: Seiten, die die Größe des Browserfensters ändern. Besonders gerne findet man das auf Flash-Seiten, die nur eine bestimmte Größe unterstützen, aber auch z.B. die Info-Fenster auf torrent.to schränken das Sichtfeld ein.
Gott sei Dank kann man dem zumindest in Firefox (und allen darauf basierenden Browsern, wie flock) leicht ein Ende bereiten. Hier die Schritt-für-Schritt Anleitung:
- Das Menü Einstellungen öffnen, zu finden in der Menüleiste unter Extras -> Einstellungen.
- In der oberen Reihe die Weltkugel („Inhalt“ in Firefox 2) anklicken
- Oben rechts sollten sich drei Buttons befinden, davon den untersten ankicken („Erweitert“ oder „Advanced“)
- Das oberste Häkchen entfernen („Existierende fenster verschieben oder deren Größe ändern“ in der deuschen Version)
- Das war’s schon! Zweimal Mit Ok bestätigen und ab sofort selbst bestimmen, wie groß der Browser ist.
(via goodblimey)
Worldmapper – Die Welt in Karten
Auf eine sehr schöne Seite bin ich gerade bei Spiegel Online gestoßen: worldmapper.org. Hier gibt es – wer hätte es gedacht? – allerlei Karten der Welt, in der die Länder nach immer anderen Kriterien vergrößert oder verkleinert dargestellt werden. Da gibt es dann zum Beispiel die Karte der HIV-Infizierten als Anteil an der Gesamtbevölkerung:

Oder die der Säuglingssterblichkeit:

Natürlich gibt es auch Karten, auf denen Deutschland zu sehen ist. Z. B. die der Arbeitslosigkeit. Hier muss man allerdings fairerweise sagen, dass Afrika und Asien hier nur deshalb so klein sind, weil es keine Daten über die dortigen Quoten gibt:

Eine interessante Seite also, reinschauen lohnt sich. Man kann die Karten wahlweise nach Kategorien oder nach Thumbnails durchblättern und eine Suche gibt es sogar auch. Sicher auch geeignet, den ein oder anderen PowerPoint-Vortrag aufzupeppen.
Blogger leben bewusster
Die meisten von euch wissen, dass ich am Wochenende immer mit der Bahn nach Hause fahre, weil ich ja als Zivi gratis fahren darf. Um nicht unnötig lange warten zu müssen, schaue ich also jeden Freitag nach, wann der nächste Zug von Münster aus fährt, und wann ich an der Bushaltestelle sein muss, um ihn noch zu erreichen. Ein netter Zusatzeffekt ist, dass ich auch gleich angezeigt bekommen, wie lange die Reise dauern wird. Seltsamerweise sind das mal eine Stunde und eine Minute und mal nur 59 Minuten. Das war mir schon vor einiger Zeit aufgefallen und ich wollte eigentlich über diese Kuriosität bloggen.
Zu Verifizierungszwecken nahm ich mir aber vor, den Blogeintrag zunächst mal ruhen zu lassen und zu sehen, ob die Fahrtzeiten am Ende womöglich tatsächlich unterschiedlich sind. Und bei Gott, sie sind es! Tatsächlich schafft es die Bahn (fast) immer auf die Minute genau, ich könnte also jeden Freitag zwei Minuten sparen, würde ich immer den rechten Bus zur rechten Zeit nehmen. Allerdings muss ich mich in Coesfeld dann von einem Mitglied meiner – für Pünktlichkeit nicht gerade bekannten – Familie (was wohl auf einen Großteil der Hemings zutrifft) abholen lassen, so dass der Vorteil vernachlässigbar wäre. Was mir aber in dem Zusammenhang auch noch aufgefallen ist: In den münsteraner Bussen gehen um Punkt 18:00 Uhr die Lichter an, obviously vollautomatisch und während der Fahrt.
In diesem Sinne: Augen auf im Straßenverkehr.
Von wegen Wiedervereinigung
Bitte einmal auf das Bild klicken für besseren Überblick. Bin ich zufällig beim Stöbern in Google Analytics drüber gestolpert: Ein Besucher aus „West Berlin“ – in den USA! Bevor sich jemand wundert, warum nur so wenige Punkte auf der Karte sind: Diese Karte ist die vom linkr, die vom Blog sieht im Moment so aus (für diesen Monat):
Was mir beim Posten der Bilder gerade auffällt ist, dass der Windows Live Writer auch problemlos mit PNGs zrecht kommt, obwohl er standardmäßig nur JPG- und GIF-Dateien anzeigt.
Handarbeit
Die T-Shirt-Falt-Maschine war gestern! Der moderne Falter faltet wieder von Hand, allerdings ungleich effizienter als früher. Hier die Videoanleitung für alle, die handwerklich zu unbegabt für die Maschine und sich zu gut für die „hausfrauenmethode“ sind.
