StudiVZ Plauderkasten in Adium (oder Digsby, Trillian, etc.) nutzen
Eines der besten Features von Facebook ist die offene Plattform: Man kann den Facebook-Chat mit fast jedem beliebigen Multi-Messenger der Welt nutzen, ohne ständig auf der Facebook-Seite sein zu müssen. Mit dem StudiVZ-Plauderkasten verhält es sich leider etwas anders: Den kann man nur über die Internetseite oder den ansonsten vollkommen unbekannten Messenger Nimbuzz nutzen, zumindest eigentlich.
Es gibt aber einen Weg, den Plauderkasten in jedem Chatprogramm zu nutzen. Einzige Voraussetzung: Es muss sich auf das Jabber-Protokoll verstehen. Das Protokoll ist kaum bekannt, werkelt aber zum Beispiel auch hinter GTalk von Google. Nun zur Einrichtung:
- Zunächst bei Nimbuzz registrieren, das geht hier.
- Dann bei Nimbuzz einloggen und in der Flash-Version des Programms auf Kontakte verwalten/Communities klicken und hier StudiVZ aktivieren. Dafür wird einmalig das VZ-Passwort gebraucht. Wenn alles geklappt hat kann Nimbuzz jetzt für immer geschlossen werden.
- Im Messenger der Wahl eine neue Jabber-Verbindung mit folgenden Daten anlegen:
- Nutzer: NimbuzzBenutzerName@nimbuzz.com
- Passwort: Dein Nimbuzz-Passwort
- Server: snow.nimbuzz.com
- Port: 5222
- Das war’s! Ab sofort erscheinen auch die StudiVZ-Kontakte in der Kontaktliste und verhalten sich genau so wie ihre ICQ-, MSN- oder Facebook-Pendants.
Mach es online
Gerade sitze ich hier mal wieder (gezwungenermaßen) vor Windows Vista. Eigentlich nutze ich BootCamp nur alle Jubeljahre mal für ein Spielchen, aber heute wollte ich ein bisschen was in Word machen und darum habe ich heute mal Microsoft laufen. Was mir erst jetzt, nach einigen Stunden, auffällt ist, wieviele Dinge ich inzwischen komplett online erledige und welche Vorteile das bringt.
- Meine Favoriten verwalte ich inzwischen praktisch ausschließlich per del.icio.us, so dass ich von überall darauf Zugriff habe, unabhängig von Plattform und Ort. Das tolle daran ist, dass ich z.B. heute einen Artikel auf TUAW gelesen habe über ein Mac-Programm, das mich interessiert. Also einfach unter Windows zu den Favoriten hinzugefügt und wenn ich dann ab morgen wieder OS X nutze kann ich’s mir da runterladen. Auch wenn man auf der Arbeit oder in der Schule über was interessantes stolpert ist das eine sehr feine Sache.
- Ähnlich sieht es mit meinen Fotos aus: Seit ich flickr nutze habe ich immer alles da. Will ich was in einem Forum posten oder jemandem zumailen kann ich das unter Windows genau wie unter OS X und von Zuhause genau wie aus der Klinik tun. Auch wenn ich den Laptop evtl. mal formatieren sollte oder irgendwann einen neuen oder zweiten bekomme: Alles bleibt da. Kein lästiges Brennen von Gigabytes von Fotos auf DVD mehr – und vor allem keine Angst, dass ein Festplattencrash morgen all die schönen Bilder mit sich reißen könnte.
- Chatten tue ich zwar eigentlich mit Adium, aber meebo ist ein im Grunde vollwertiger Ersatz dafür. Natürlich nicht ganz so bequem und nicht halb so schön, aber es unterstützt außer dem Versenden von Dateien eigentlich alles, was man von einem Instant Messenger erwartet.
- E-Mails versenden tue ich inzwischen fast ausschließlich per Google Mail, obwohl ich mit unter OS X auch Mail.app eingerichtet habe. Das Webinterface von Google ist aber dermaßen gut, dass ich Mail nur noch benutze um meine Mails auch per Spotlight durchsuchen zu können. Sprich: Ich hole zwar alle meine E-Mails (gesendete wie empfangene) von Googles Servern ab, lasse die Originale aber immer drauf und nutze Mail auch nicht zum Versenden. Auch hier ist der Vorteil, dass mir auf die Art keine Mails verloren gehen können, selbst wenn der Rechner schlapp macht. Und ich kann von überall aus an meine Post.
Alles in allem habe ich also doch schon eine Menge Dinge ins Internet ausgelagert und damit in die Hände von anderen (flickr, Google, etc.) gelegt. Das ist vor allem in sofern beachtenswert, als dass das ja durchaus auch sehr private Dinge sind; so liegen z.B. Teile meiner Chatlogs auf meebos Servern und auch meine privaten Bilder und Links verwalte ich mit flickr und del.icio.us. Zwar stelle ich die dort natürlich auch als solche (also nicht für jeden sichtbar) rein, aber wirklich sicher sind solche Services natürlich nie. Ich denke mal, dass mit immer schnelleren Internetverbindungen der Trend trotzdem zunehmend in diese Richtung gehen wird – immerhin hat man so all seine Daten jederzeit und an jedem Ort verfügbar.
Wie sieht’s bei euch, den Lesern (ja, alle beide), aus? Verlagert ihr eure Daten auch zunehmend ins Netz, oder habt ihr lieber alles unter Kontrolle und auf dem eigenen Rechner? Und welche guten Onlineservices gibt es sonst noch, die Desktopanwendungen ersetzen könnten?