LDAP Uniweit
Wer Frau Prof. Nelles schon immer die Meinung sagen wollte oder sich partout nicht an die Adresse des Praktikumsbetreuers erinnern kann, der muss nicht länger verzagen. Die Universität hat ein LDAP-Verzeichnis, über das man die E-Mail Adresse jedes Universitätsangehörigen, egal ob Mitarbeiter, Student oder Professor, finden kann. Am einfachsten geht es mit einem LDAP-fähigen Programm wie dem integrierten Adressbuch von Mac OS X oder Geräten mit LDAP-Unterstützung, wie zum Beispiel dem iPhone. Die Einstellungen sind die folgenden, Bezeichnung können unter Umständen leicht abweichen:
- Server: WWUSV1.uni-muenster.de
- Suchbereich: OU=Projekt-Benutzer,DC=uni-muenster,DC=de
- Bereich: Teilbaum
- Benutzername: unikennung@fachbereich
- Kennwort: Das Universitätsweite Standardpasswort, das auch für QISPOS genutzt wird
Der Benutzername sieht dabei in etwa so aus: j_tenb01@nwznet. Der erste Teil ist die Nutzerkennung, die man bei der Immatrikulation vom ZIV bekommen hat, der hintere beschreibt die Domäne und unterscheidet sich je nach Fachbereich. Die genaue Zuordnung kenne ich nicht, aber die folgenden Domänen sind möglich: AC, ADST, ASTANET, FB126, GEO, GEOINFORMATIK, HSPMS, IVV1NET, JURA, MATH, NEURO, NWZNET, PSY, SPORT, UKMUENSTER, ULBNET, UNI-MUENSTER, ZIVAUTH, ZUVLAN, ZUVLAN01.
Einmal eingerichtet kann fortan das gesamte Unipersonal per Tastendruck gefunden werden. Das Video zeigt es exemplarisch mit dem Mac OS-Adressbuch.
Schall und Rauch
Die Uni Münster hat sich zu diesem Semester entschlossen, all ihre Hörsäle neu und einheitlich zu benennen. So weit, so gut. Nun gibt es an der Uni laut Lageplan nicht einmal 100 Hörsäle, was also liegt näher, als einfach von H1 bis H100 durchzuzählen?
Offenbar einiges: Die vorherigen beiden Räume H 4 (In der Corrensstraße und am Hindenburgplatz) hatte man offenbar so gern, dass sie auch nach dem neuen Schema immer noch beide H4 heißen, andere Säle bekommen seltsamerweise und ohne Not hohe dreistellige Nummern zugewiesen: Der alte C 1 hört jetzt auf H125 – an der Etage kann es nicht liegen, der Raum liegt im Keller der Chemie. Getoppt wird er aber locker vom alten SCH 6, der sich jetzt stolz H600 nennen darf. Beim guten HS 404 der Teilchenphysik, der tatsächlich auch der vierte Raum im vierten Stock ist, wusste man es besser: Er heißt jetzt einfach H404, musste also nur ein S und ein Leerzeichen abgeben.
Der altehrwürdige H 1 darf immerhin einstellig bleiben, wird aber nicht etwa zum H9 – nein, hier wird mit einer 0 zu H09 aufgefüllt (allerdings nicht auf die drei Stellen manch anderer Lokalitäten). Die wirklich wunderschöne Aula am Aasee bekommt mit dem Namen H2 eine etwas exponierte Stellung, auf die füllende Null muss sie aber wie alle anderen, bis auf den o.g. H09 und den H018, der einst „Kurs- und Hörsaal“ hieß, verzichten. Eine weitere Absurdität stellt der alte HS 3 im IG1 dar, der nun als einziger einen zweiten Buchstaben im Namen führt und auf H88a hört, während der HS 1 nun H188 und der HS 2 H187 (und nicht etwa umgekehrt) heißen.
Wem all das noch nicht inkonsistent genug ist: Der SP 4 am Schlossplatz wird nicht etwa zum H4 (davon gibt es ja auch schon zwei), nein: Sein neuer Name ist PC4, kein H in Sicht. Das verstehe, wer will.
Zu guter letzt scheint es doch noch eine Bastion der Sinnhaftigkeit an der Uni zu geben und zwar da wo man sie immer schon vermutet hat: Die Fakultät für Mathematik und Informatik zählt ihre Hörsäle nach wie vor ebenso einfach wie naheliegend von M 1 bis M 6 durch. Ob man sich ob der simplen Eleganz dieser Lösung nicht an eine Änderung gewagt hat?
Tunneln mit dem Mac
Da es mit Immatrikulation an der Uni nicht nur eine neue E-Mail-Adresse, sondern auch ein Passwort für eine VPN-Verbindung dorthin gibt, steht man als Mac-User ein bisschen auf dem Schlauch. Zwar gibt es den Cisco VPN-Client, dessen Einrichtung auch auf den Seiten der WWU ganz gut beschrieben ist, aber man macht sich vieles leichter, wenn man sich stattdessen Shimo runterlädt. Damit kann man mit nur einem Klick zwischen verschiedenen VPNs wechseln, außerdem werden Growl-Benachrichtigungen und Cisco-Profile unterstützt, die man einfach per Doppelklick einbindet. Alles in allem das beste VPN-Programm für den Mac, das ich bisher gesehen habe. Da es Freeware ist, kann ein Download sicher nicht schaden.